Eine stille Beteiligung ist eine Form der Unternehmensfinanzierung, bei der sich eine Person oder ein Unternehmen (der stille Gesellschafter) mit einer Kapitaleinlage an einem anderen Unternehmen beteiligt. Diese Art der Beteiligung hat einige charakteristische Merkmale:

Innenverhältnis: Die stille Beteiligung ist in der Regel ein reines Innenverhältnis zwischen dem stillen Gesellschafter und dem Unternehmen. Nach außen hin tritt der stille Gesellschafter nicht in Erscheinung, und sein Name wird in der Regel nicht öffentlich genannt.

Gewinn- und Verlustbeteiligung: Der stille Gesellschafter hat Anspruch auf einen Anteil am Gewinn des Unternehmens. In manchen Fällen kann auch vereinbart werden, dass der stille Gesellschafter am Verlust des Unternehmens beteiligt wird, jedoch maximal bis zur Höhe seiner Einlage.

Keine Geschäftsführungsbefugnisse: Der stille Gesellschafter hat in der Regel keine Befugnisse zur Geschäftsführung und ist nicht aktiv in die laufenden Geschäfte des Unternehmens eingebunden. Seine Rolle beschränkt sich auf die Kapitalbereitstellung.

Begrenzte Kontrollrechte: Stille Gesellschafter haben oft eingeschränkte Kontrollrechte. Sie können beispielsweise das Recht haben, die Jahresabschlüsse einzusehen, haben aber keine weitreichenden Entscheidungsbefugnisse.

Rückzahlung der Einlage: Bei Beendigung der stillen Beteiligung wird in der Regel die Einlage an den stillen Gesellschafter zurückgezahlt, es sei denn, es wurden andere Vereinbarungen getroffen.

Haftung: Der stille Gesellschafter haftet nicht persönlich für die Verbindlichkeiten des Unternehmens. Sein Risiko beschränkt sich auf die Höhe seiner Einlage.

Stille Beteiligungen sind ein beliebtes Mittel zur Kapitalbeschaffung für Unternehmen, da sie es ihnen ermöglichen, zusätzliches Kapital zu erhalten, ohne die Kontrolle über das Unternehmen abgeben zu müssen. Für den stillen Gesellschafter kann es eine Möglichkeit sein, von den Gewinnen des Unternehmens zu profitieren, ohne sich aktiv an der Geschäftsführung beteiligen zu müssen.