Worauf sollten Privatpersonen beim Kauf oder Verkauf offener Immobilienfonds achten? Welche Risiken bestehen bei diesen Fonds? Für wen sind sie geeignet? Antworten auf diese Fragen gibt die Finanzaufsicht BaFin ab sofort auf ihrer Website.

Privatanlegerinnen und Privatanleger können sich über offene Immobilienfonds an Immobilien beteiligen. Diese Fonds investieren das eingesammelte Kapital in bebaute oder unbebaute Grundstücke. Meist kaufen sie Gewerbeimmobilien wie Bürogebäude, Shopping-Malls, Hotels oder Logistikzentren.

Offene Immobilienfonds können für Menschen in Betracht kommen, die eine mittel- bis langfristige Geldanlage suchen und mögliche Wertschwankungen verkraften. Hauptrisiko ist ein möglicher Wertverlust: Es gibt keine Garantie dafür, wie die Wertentwicklung eines Fonds tatsächlich verläuft.

Die BaFin erläutert auf ihrer Website ausführlich die Besonderheiten dieser Fonds. Unter der Rubrik „Verbraucher“ finden sich zudem auch zahlreiche Informationen zu anderen wichtigen Anlageprodukten, wie Aktien und Wertpapierfonds.

Was ist ein offener Immobilienfonds?

Ein offener Immobilienfonds ist eine Art Investmentfonds, der hauptsächlich in Immobilien investiert. Im Gegensatz zu geschlossenen Immobilienfonds, bei denen die Anzahl der Anteile und das Investitionsvolumen begrenzt sind, können bei offenen Immobilienfonds jederzeit neue Anteile ausgegeben und Kapital von Anlegern aufgenommen werden. Hier sind einige Schlüsselmerkmale offener Immobilienfonds:

Diversifizierung: Offene Immobilienfonds investieren in verschiedene Immobilienarten wie Bürogebäude, Einkaufszentren, Hotels oder Wohnimmobilien, oft in verschiedenen geografischen Regionen. Dies bietet Anlegern eine breite Diversifizierung innerhalb des Immobiliensektors.

Liquidität: Im Vergleich zu direkten Immobilieninvestitionen bieten offene Immobilienfonds eine höhere Liquidität. Anleger können ihre Anteile in der Regel täglich zum aktuellen Nettoinventarwert (NAV) kaufen und verkaufen.

Professionelles Management: Die Fonds werden von professionellen Fondsmanagern verwaltet, die sich um die Auswahl und das Management der Immobilien, Mietverhältnisse, Instandhaltung und weitere Aspekte kümmern.

Zugänglichkeit: Offene Immobilienfonds ermöglichen es auch Kleinanlegern, mit vergleichsweise geringen Beträgen in den Immobilienmarkt zu investieren, was bei direkten Immobilieninvestitionen oft nicht möglich ist.

Risikostreuung: Durch die Investition in verschiedene Immobilien und oft auch in unterschiedliche Standorte wird das Risiko gestreut.

Einkommensgenerierung: Die Fonds generieren Einkommen durch Mieteinnahmen und Wertsteigerungen der Immobilien, das in der Regel an die Anleger ausgeschüttet wird.

Es ist jedoch zu beachten, dass auch offene Immobilienfonds Risiken bergen, einschließlich Marktschwankungen, Leerstandsrisiken und Zinsänderungsrisiken. Anleger sollten sich dieser Risiken bewusst sein und Investitionsentscheidungen auf der Grundlage ihrer individuellen Finanzsituation und Risikobereitschaft treffen.