Die BaFin hat am 26. März 2019 Geldbußen in Höhe von 136.000 Euro gegen die Ming Le Sports AG festgesetzt.

Der Sanktion lag ein Verstoß gegen § 37v Absatz 1 Satz 2 des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) alte Fassung (a.F.) zugrunde. Die Ming Le Sports AG hatte die Bekanntmachung darüber, ab welchem Zeitpunkt und unter welcher Internetadresse die in § 37v Absatz 2 WpHG a.F. genannten Rechnungslegungsunterlagen für das Geschäftsjahr 2015 zusätzlich zu ihrer Verfügbarkeit im Unternehmensregister öffentlich zugänglich waren, nicht rechtzeitig veröffentlicht.

Des Weiteren lag der Sanktion ein Verstoß gegen § 37w Absatz 1 Satz 1 WpHG a.F. zugrunde. Die Ming Le Sports AG hatte der Öffentlichkeit den Halbjahresfinanzbericht für das Geschäftsjahr 2015 nicht rechtzeitig zur Verfügung gestellt.

Bei der Entscheidung über die Höhe der Geldbuße hatte die BaFin nach allgemeinen Zumessungserwägungen zu berücksichtigen, dass im Zeitraum des Verstoßes gegen § 37w Absatz 1 Satz 1 WpHG a.F. teilweise noch eine frühere Fassung des WpHG galt, die einen milderen Bußgeldrahmen vorsah.

Das Unternehmen hat am 11. April 2019 gegen den Bußgeldbescheid Einspruch eingelegt.

Aktualisierung (17.03.2020):

Als Ergebnis der mündlichen Verhandlung hat das Amtsgericht Frankfurt am Main mit Urteil vom 9. Dezember 2019 gegen die Ming Le Sports AG nach Erörterung der Sach- und Rechtslage Geldbußen in Höhe von 88.000 Euro festgesetzt. Das Urteil ist rechtskräftig.